Tumore (onkologische Neurochirurgie)

Die optimale Behandlung von Tumoren des Gehirns und Rückenmarks sowie seiner Hüllen ist ein ausgesprochener klinischer aber auch wissenschaftlicher Schwerpunkt der Neurochirurgischen Klinik, weshalb dem Patienten moderne Diagnostik- und Therapieverfahren ebenso zur Verfügung stehen wie neueste Erkenntnisse aus der Tumorforschung. Die Schwerpunktsetzung ermöglicht zudem die Teilnahme an internationalen Therapiestudien. Je nach Art der Tumorerkrankung sind unterschiedliche Maßnahmen zur Therapie notwendig. Diese können neben der mikrochirurgischen Tumorentfernung auch die Bestrahlung und die Chemotherapie umfassen. Aus diesem Grund kommt der interdisziplinären Zusammenarbeit im Rahmen der wöchentlichen Tumorkonferenz des Göttinger Krebszentrums (G-CCC) eine herausragende Bedeutung zur Optimierung der Behandlung der Tumorpatienten zu. Auch die neurochirurgische Tumorsprechstunde dient der Verbesserung der Betreuung von Tumorpatienten, wozu unter anderem die Koordination der Chemotherapie als auch die Vermittlung neuester klinischer Erkenntnisse gehört.

1. Hirntumore (Gliom, Glioblastom, Astrozytom)

Es gibt sowohl sehr gutartige Hirntumore, die insbesondere im Kindes- und Jugendalter auftreten, als auch halbgutartige bis bösartigen Tumoren, die sich im Erwachsenenalter häufiger finden (Abb. 1). Gutartige Tumore lassen sich durch eine Operation heilen. In der Behandlung von bösartigeren Tumoren ist die Operation hingegen nur der erste Schritt in einer Therapieabfolge; Bestrahlung als auch eine in der Regel sehr gut verträgliche Chemotherapie sind die nächsten Schritte. Sowohl bei gut- als auch bei bösartigen Tumoren ist das Ziel der Operation die möglichst radikale Entfernung. Daher kommt das Mikroskop stets zum Einsatz.

Glioblastom Glioblastom Abb.1:
Links: Kernspintomographisches Schnittbild (MRT, Magnetresonanztomographie) eines Patienten mit einem bösartigen Hirntumor (Glioblastom) im rechten Stirnhirn. Der Tumor lässt sich anhand der randständigen Kontrastmittelaufnahme (weiß) identifizieren.

Rechts: Das nach der Operation angefertigte MRT zeigt die vollständige Tumorentfernung.

Impressum