Tumore (onkologische Neurochirurgie)



6. Rückenmarktumore

Tumore des Rückenmarks sind ausgesprochen selten. Tumore der Hülle des Rückenmarks (Meningiome) oder der aus dem Rückenmark hervorgehenden Nervenfasern (Neurinome) kommen etwas häufiger vor, sind aber nichtsdestotrotz ebenso ein in vielen neurochirurgischen Kliniken Deutschlands wenig operiertes Krankheitsbild. Besonders kritisch bei diesen Operationen ist die Bewahrung der Rückenmarkfunktion. Nur durch kontinuierliche Überwachung dieser Funktionen durch Strommessungen (Monitoring) kann effektiv eine Querschnittslähmung vermieden werden. In Göttingen kommen mehrere dieser Monitoringverfahren zum Einsatz. Dies und die Verwendung minimal-invasiver neurochirurgischer Techniken erlauben meist die vollständige Tumorentfernung ohne operationsbedingte Funktionseinbuße (Abb.10).

Zyste Zyste Abb. 10.
Links: Kernspintomographie (MRT) des Rückenmarks mit Nachweis einer sehr seltenen neuroenterischen Zyste, erkennbar an der kolbenartigen, weißen Aussackung.

Rechts: Blick durch das Operationsmikroskop nach Entfernung der Zyste. Die weiße Struktur in der Bildmitte ist das intakte Rückenmark, die rötlichen, nach rechts ziehenden Strukturen adüber und darunter sind die Nervenwurzeln für die Bewegung und das Gefühl des rechten Arms.


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